Vor kurzem habe ich mir Zelda Skyward Sword zugelegt. Bis jetzt ist das Spiel auch ganz okay – doch gibt es etwas dass mir schon jahrelang bei Nintendo Titeln sauer aufstößt: Die Rede ist vom unterirdischen Anfang. Es ist ja okay dass Link dauernd wiedergeboren wird und die gute Zelda (so gut wie) jedesmal entführt wird. Aber muss das Ganze so unspektakulär wirken? Könnte nicht ein bisschen Dramatik dabei sein? Ich wäre in den ersten Spielstunden fast eingeschlafen. Okay, Zelda hatte schon immer einen schwachen Einstieg. Aber muss man diese unliebsame Tradition wirklich fortsetzen? Muss man jedesmal ewig darauf warten bis man wirklich einmal „spielen“ kann? Ich will nicht jedesmal mit irgendwelchen Leuten über belanglose Dinge quatschen. Ich will Einstiege wie in Xenoblade Chronicles oder dem doch schon in die Jahre gekommen Metroid Prime. Da wurde Laune gemacht! Da wurde von der ersten Spielstunde an knisternde Spannung vermittelt. Warum kann das Nintendo eben nicht? Zelda ist hier schwach, von Mario gar nicht zu reden. Dort existiert die Geschichte eigentlich nicht. Spannung baut jedes Mario Jump & Run nur durch sein Gameplay auf. Auch wenn das Tradition ist…ich würde mir wünschen, dass auch Mario mal eine interessante Geschichte spendiert bekommt. Paper Mario „Die Legende vom Äonentor“ hat es doch vorgemacht. Warum gibt es so etwas nicht mehr? Warum gibt es nicht einmal ein wenig Abwechslung auf „Bowser hat die Prinzessin entführt. Rette sie!“? Ich will diese Geschichte nicht mehr hören. Sie schmeckt derartig oft aufgewärmt einfach nicht mehr.
Doch es gibt auch andere ungeliebte „Relikte“ bei den großen Nintendo-Titeln. Die Sprachausgabe bei Mario und Zelda ist unterirdisch da nicht vorhanden. Ich war begeistert von einem Xenoblade Chronicles – nicht zuletzt aufgrund der sehr coolen englischen Sprecher. Anders bei Zelda – die komischen laute die Schwertgeist Phai von sich gibt, bringen mich jedes Mal auf die Palme. Warum muss ich mir dieses Gegrunze im Jahre 2011 antun? Weil sich „jeder Fan die Stimmen selbst ausmalen sollte?“… Das hört sich für mich einfach nach einer Ausrede an. Außerdem könnte Link selbst auch ruhig bleiben. In Zelda reden doch sowieso immer nur die Nebencharaktere! Also wie soll man sich Links Stimme denn vorstellen, wenn er sowieso nie etwas von sich gibt? Bei den Mario-Spielen dasselbe: Alles wird nur in komischen Lauten vorgetragen. Ich finde, dass dadurch keine spannende Atmosphäre aufgebaut wird. In anderen Spielen, wie Resident Evil 4 hat man durch die Sprachausgabe (und natürlich auch die sonst sehr gute Umgebung), denn Bezug zum Spiel. Die Charaktere wirken lebendig. Man fühlt ihre Wünsche, Hoffnungen und Stärken. Link und Mario hingegen sind nichts weiter als leblose Hüllen. Sie sind komplett austauschbar.
Wie seht ihr das? Wollt ihr immer wieder die Geschichte der entführten Prinzessin hören? Rege ich mich zu viel über fehlende Sprachausgaben auf? Braucht ihr ebendiese Elemente für das Gefühl der Nostalgie? Oder seid ihr meiner Meinung? Der Meinung, dass alte, ungeliebte Zöpfe in unseren Lieblingsserien endlich abgeschnitten gehören!
Ich danke fürs Lesen und möchte darauf hinweisen dass Kommentare und Kritik überaus erwünscht sind.









